Ein Buchobjekt wird in Prag an unterschiedlichen Standorten positioniert, fotografiert und anschließend wieder entfernt. Es reist so lange, bis es auf Grund von Verschleiß oder Verlust nicht mehr verwendet werden kann. Stationen bis 5/2011: Prag, Duisburg, Berlin, Köln, Amsterdam, Düsseldorf, Sahrbachtal, Salzburg, Mailand.
Zwei Bücher, zu säulenähnlichen Objekten geformt, werden nach Rom gebracht und im Forum Romanum nebeneinander ausgelegt. Sie imitieren in Form und Farbe ihre Umgebung und symbolisieren den Wunsch nach unvergänglichem Ruhm. Die Verweildauer der Papiersäulen ist kürzer als erwartet: Die Objekte verschwinden im Laufe des Tages mit unbekanntem Verbleib.
Ein Buchobjekt wird in der Hoffnung auf Wertsteigerung vor der Frankfurter Börse positioniert, die folgende Entwicklung 60 Minuten lang beobachtet und fotografiert.
Nach zehn Minuten beginnt es zu regnen. Ein Börsenbesucher nimmt das Objekt auf und stellt es im überdachten Bereich wieder ab. Es bleibt im Sichtbereich, findet jedoch zunächst wenig Beachtung. Den weiteren Verlauf zeigt eine 14-teilige Fotoserie.
Volker Ullenboom sammelt Steine, schwärzt und nummeriert sie. Irmgard Niederreiter formt Taschenbücher zu zylindrischen Objekten.
In ihren gemeinsamen Arbeiten „Tokio Transfer“ und „Paris-Shanghai“ imitieren sie globalisierte Handelswege. Sie transportieren ihre Objekte und siedeln sie weit entfernt vom Fundort wieder aus. Das Aussiedeln der Objekte setzt die Möglichkeit der Kontrolle über den weiteren Verlauf außer Kraft. Einem Finder bleibt nur die Möglichkeit zur Imagination: die Rückverfolgbarkeit zu den Produzenten fehlt.
Die Projekte wurden gefördert durch die AllbauStiftung Essen